André Schmidt

Was passiert wenn ein Bereich Schwächen hat!

Heute möchte ich euch zeigen, was passiert wenn ein Lebensbereich auf der räumlichen Ebene eine Schwäche hat, bzw. kontraproduktiv gestaltet ist.
Dazu erzähle ich euch heute eine Geschichte. Sie handelt von einer meiner ersten Analysen und der Erfahrung, die ich dort gemacht habe.

Damals war ich bei einer herzensguten älteren Dame. Sie besaß eine schöne große Wohnung im ersten Geschoss.
Die Analyse verlief super. Wir hatten ein wunderbares Erstgespräch und ich nahm alle relevanten Anfangsdaten auf. Da sagte sie ganz nebenbei: „Irgendwie ist es komisch, seitdem ich hier lebe, habe ich das Kochen verlernt. Es schmeckt alles einfach nicht mehr so gut wie früher, außer der Salat, den ich seit 40 Jahren gleich zubereite. Dabei habe ich an den anderen Rezepten auch nie etwas verändert.“
Hier wurde ich kurz hellhörig und beschloss mir die Küche direkt als Erstes anzusehen.

Was sich hier abspielte, verwunderte mich. Die Frontseite sämtlicher Schränke war mit blauer Folie beklebt. Ich fragte sie daraufhin, wieso sie sich für blau entschieden hatte? Sie erwiderte mir: „Naja kennen Sie nicht den Spruch, wenn man von blauen Tellern isst, nimmt man ab?“ Ich persönlich kannte diesen Spruch nicht, doch meine Verwunderung legte sich damit.
Ich notierte mir die IST – Situation und schaute mir die anderen Räume an. Es verging ein wenig Zeit und ich kam zu dem Punkt in meiner Analyse, an dem ich die einzelnen Lebensbereiche nach den Himmelsrichtungen einzeichnete.
Bis vor diesem Moment war mir zwar bewusst, dass unsere äußere Umgebung einen direkten Einfluss auf unser Leben hat, doch so überwältigend und klar, wie in dieser Geschichte, hat es mich noch einmal mehr darin bestätigt, noch aufmerksamer auf seine Umgebung zu achten.

Denn es ergab sich folgendes:

Der Bereich, der für das Aufnehmen und Halten von Wissen steht (Nordost – Bereich), war fast ausschließlich in der Küche angesiedelt. Die Tätigkeit, die in einer Küche üblich ist, also das Kochen, (welches auf der intuitiven Ebene mit dem Element des Feuers in Verbindung gebracht wird) wurde empfindlich durch die blaue Farbe (die wiederum auf der visuellen Ebene mit dem Element Wasser verbunden ist) gestört.

(Zum Verständnis: Die Element Feuer und Wasser vertragen sich gar nicht miteinander. Hierzu würde man das fehlende Element des Holzes einbringen. Doch das ist ein Artikel für sich selber und nicht die Lösung in dieser Geschichte.)

Durch die hervorgerufene Störung in diesem Bereich hat die gute Dame tatsächlich das Kochen verlernt.
Um den Bereich wieder aufleben zu lassen, beschlossen wir die blaue Folie von den Schränken zu entfernen und ersetzten diese durch eine Folie im Sandton.
Sie wirkt eher beruhigend und ist passend zum Element des Feuers, sowie zu dem Lebensbereich, in der die Küche angesiedelt ist.
Desweiteren haben wir einen Platz gefunden, an dem wir ein kleines Regal platzieren konnten. Hier verstaut die gute Dame nun ihre Kochbücher mit vielen leckeren Rezepten.

Nach einem langen Analysetag ging ich heim und fragte mich, ob es wirklich reichte um ihren Bereich zu entstören.
Nach einer Weile erreichte mich eine Nachricht. In dieser meldete sich die Dame und bedankte sich von ganzem Herzen.
Sie schrieb, dass ihre Kochkünste zu ihr zurück gekommen sind und sie jetzt wieder viel lieber kocht.

Ich freute mich sehr über diese Nachricht und lernte direkt wieder etwas. Selbst wenn die Änderungen recht simpel waren, waren sie aufgrund dessen besonders effektiv. Es sind die Kleinigkeiten, die uns beschäftigen und meistens sind es die richtigen Kleinigkeiten, die die uns am weitesten bringen.

Ich hoffe dir hat diese Geschichte gefallen und ich wünsche mir von dir, dass du noch aufmerksamer auf die Kleinigkeiten achtest.

Dein André